Biomasse-Tage2005
Holzpellets nach Wiesenfelden geliefert
- Gewinnübergabe zu den Biomasse-Tagen -

Straubing, 16. März 2005 * (schu)
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Um Informationsdefizite zum Einsatz von Holzpellets in der Bevölkerung zu verringern, führte C.A.R.M.E.N. im Rahmen der Europäischen Biomasse-Tage der Regionen eine Aktion zu Holzpellets durch. Unter den bayerischen Teilnehmern, die eine Holzpellet-Heizung besitzen und diese in der Biomasse-Woche (vom 26. September bis 03. Oktober 2004) der Öffentlichkeit präsentierten, verloste C.A.R.M.E.N. mit Unterstützung vom Landrat des Landkreises Straubing-Bogen, Alfred Reisinger, vier Pellet-Lieferungen.

Eine Lieferung von vier Tonnen Holzpellets gewann die Familie Kellner in Wiesenfelden. Dieser Gewinn wurde am 11. März mit einem Pellet-Tankwagen der BayWa AG, einem Logistikpartner des Pellet-Sponsors Haas Fertigbau GmbH, angeliefert.

Familie Kellner vor ihrer Pelletheizung
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Begleitet wurde die Lieferung mit Grußworten von Landrat Alfred Reisinger. Ihn freute es besonders, dass einer der vier Gewinne im Landkreis Straubing-Bogen verblieb, einer Region, die Pellets zukünftig selber produzieren wird. Reisinger wusste zu berichten, dass wenige Stunden zuvor die endgültige Entscheidung gefallen sei, noch in diesem Monat mit dem Bau eines Pelletwerks in Straubing-Sand zu beginnen.

Karl Hanglberger von C.A.R.M.E.N. ging kurz auf die Intention der Biomasse-Tage ein, in deren Rahmen die Holzpellet-Lieferungen verlost wurden. 2004 stellten bereits zum sechsten Mal Institutionen, Firmen und Privatpersonen, die Biomasse nutzen oder erzeugen bzw. als Energiequelle oder Rohstoff erforschen, der Öffentlichkeit ihre Einrichtungen und Projekte vor. Gut 750 Teilnehmer aus ganz Europa machten in dieser Woche ihre Betriebe und Aktivitäten der Öffentlichkeit zugänglich, darunter auch die Familie Kellner aus Wiesenfelden mit ihrer Pelletheizung.
Hanglberger nutzte die Gelegenheit, seine auf aktuellen Statistikdaten basierenden Modellberechnungen vorzustellen. Danach werden in Bayern pro Person jährlich 491 Liter Heizöl verbraucht, hinzu kommen noch Heizenergiemengen, die durch den Einsatz von Gas gedeckt werden. Umgerechnet entspricht diese Gesamtsumme einer Energiemenge, die in 935 Litern Heizöl enthalten ist. Bedenkt man, dass pro Liter Heizöl mehr als 30 Eurocent ins Ausland abfließen und nimmt man einen ähnlichen Kaufkraftabfluss auch für das zu Heizzwecken eingesetzte Erdgas an, ergibt sich für Bayern ein durchschnittlicher Kaufkraftabfluss von 280 Euro pro Person und Jahr. Umgerechnet auf die 95.500 Einwohner im Landkreis Straubing-Bogen fließen damit jährlich etwa 26 Millionen Euro überwiegend für die Wärmegewinnung ab. Eine einfache Strategie, die Wertschöpfung in der heimischen Region zu belassen ist es, bei der Wärmeerzeugung auf Holz zu setzen, einem Nachwachsenden Rohstoff, der z. B. im Norden des Landkreises und im Nachbarlandkreis Regen, der waldreichsten Region Deutschlands, in großen Mengen vorhanden ist.

Die Haas Fertigbau GmbH, vertreten durch Josef Haas und Marketingleiter Markus Gärtner von der BayWa AG, haben diese Vorteile erkannt und setzen auf die Produktion und den Vertrieb von Holzpellets.

Die Familie Kellner heizt seit vielen Jahren mit dem genormten und rieselfähigen Brennstoff aus naturbelassenen Hobel- und Sägespänen. Einen Komfortverlust müssen sie dabei nicht hinnehmen, denn der Pelletkessel wird vollautomatisch gesteuert und die Anlieferung der Holzpellets erfolgt - wie beim Heizöl -per "Tanklastzug", jedoch nicht als Gefahrgut.
Installiert wurde der Kessel von Heizungsbauer Franz Schwarzfischer aus Straubing. Ihm liegt das Heizen mit den Brennstoffen aus der Region sehr am Herzen, so dass es ihm in den meisten Fällen gelingt, seine Kunden von den Vorteilen einer Holzheizung zu überzeugen.

Reinhold Lanzinger, zweiter Bürgermeister von Wiesenfelden, einer Gemeinde, deren Schule mit einer Holzhackschnitzelheizung und einer Solaranlage ausgestattet ist, ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, der Familie Kellner zu ihrem Gewinn zu gratulieren. Er lobte die Vorbildfunktion und Bereitschaft der Kellners, durch das Öffnen ihres Heizraums interessierten Nachbarn die Besichtigung ihrer Heizanlage und den Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

Infos: C.A.R.M.E.N., Karl Hanglberger, E-Mail: kh@carmen-ev.de

Circa 3.500 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel. 09421 / 960-349

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