Biomasse-Tage2002
Europäische Biomasse-Tage der Regionen
- vom 29. September bis 6. Oktober 2002 -

Straubing, 09. August 2002 * (schu)
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Unternehmen und Institute nutzen die Chance auf europaweites Medieninteresse
C.A.R.M.E.N. stellt Aktionsmaterial bereit
Unter Schirmherrschaft der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Loyola de Palacio del Valle Lersundi finden vom 29. September bis 6. Oktober 2002 die "Europäischen Biomassetage der Regionen 2002" statt. Die Vizepräsidentin unterstützt - gemeinsam mit Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller - das Ziel, die breite Öffentlichkeit über die Bedeutung und die Möglichkeiten der Nutzung Nachwachsender Rohstoffe zu informieren.

In dieser Biomasse-Woche werden an vielen Orten in Europa Firmen, Institutionen und Projekte, die Biomasse als Energiequelle oder Rohstoff nutzen oder sich mit deren Nutzungsmöglichkeiten beschäftigen, einen oder mehrere Tage für Aktionen auswählen. Moderne Holz-Heizungssysteme in privaten Haushalten werden ebenso demonstriert wie Dämmstoffe aus Hanf und auf Pflanzenöl basierende Farben und Lacke.

Für die Organisation in Europa ist die "Association of European Biomass Organisations" (AEBIOM) verantwortlich, die über ihre Mitglieder auf Biomasseorganisationen in 23 europäischen Ländern zurückgreifen kann. Diese Mitglieder organisieren die Biomassetage in ihren jeweiligen Ländern. In Deutschland nehmen 12 Institutionen an der Organisation teil, in (fast) jedem Bundesland eine. Diese Institutionen richten sich an Medien und Multiplikatoren, um die Öffentlichkeit in ihrem Land oder ihrer Region für die Idee der Biomassetage zu begeistern.

C.A.R.M.E.N. e.V. übernimmt die Gesamtkoordination und veröffentlicht die Teilnehmer im Internet (http://www.biomasse-tage.org), um einen Ideenaustausch über die Organisation und die Öffentlichkeitsarbeit zu ermöglichen. In Deutschland haben bisher 200 Organisationen und Institutionen ihre Aktionen über C.A.R.M.E.N. angemeldet.

Zusammen mit den anderen Koordinatoren betreibt C.A.R.M.E.N. deutschland- und EU-weit überregionale Medienberichterstattung. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort wird von den Teilnehmern selbst mit Unterstützung der jeweiligen Landesorganisation geleistet. Dazu stellt C.A.R.M.E.N. den Teilnehmern Informationsmaterialien und Werbemittel mit dem Logo der Europäischen Biomasse-Tage der Regionen zur Verfügung.

Weitere Infos: C.A.R.M.E.N., Karl Hanglberger, Schulgasse 18, Tel.: 09421/960-300, E-Mail: kh@carmen-ev.de oder im Internet unter http://www.biomasse-tage.org und http://www.carmen-ev.de.

Circa 2.250 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel. 09421 / 960-349


Zum Hintergrund:
Auf Initiative des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums und der European Biomass In-dustry Association (EUBIA) wurde im Oktober 1997 erstmals ein Europäischer Biomassetag ins Leben gerufen.
Auf der 10. Europäischen Biomassekonferenz in Würzburg 1998 wurde angeregt, den Biomassetag zu einer Dauereinrichtung zu machen, dies nicht zuletzt aufgrund der Energieabhängigkeit der Europäischen Union. Die EU importiert heute bereits 50 % ihrer Energie. Wenn nichts geschieht, wird dieser Anteil bis 2020 auf 70 % steigen. Energie aus Biomasse hat das größte Potenzial im nächsten Jahrzehnt fossile Energieträger zu ersetzen, sie wächst vor Ort und dient der regionalen Energieversorgung. Ab diesem Jahr steht den Veranstaltern und den Besuchern eine komplette Woche für die Aktionen rund um Biomasse zur Verfügung, diese Biomasse-Woche wird künftig jährlich in der Woche, die die letzten Septembertage und die ersten Oktobertage umfasst stattfinden und kann damit von allen Interessenten als feste Größe in die Jahresplanung aufgenommen werden.


Was ist Biomasse?
Biomasse, Nachwachsende Rohstoffe, Agrar-Rohstoffe - gemeint ist alles, was in Wald und Feld wächst und nicht für den Verzehr gedacht ist. Biomasse wird durch Fotosynthese, also direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Energie, gebildet.
Biomasse ist nicht nur regenerierbar, sondern auch in großen Massen sehr einfach zu speichern. Dies ist ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen regenerativen Energien wie Wind-, Wasser- und Solarenergie. Aus Biomasse gewonnene Energieträger wie Biogas, Biodiesel und Holz-Pellets erleben zur Zeit einen großen Aufschwung; der hohe Ölpreis begünstigt natürliche Alternativen.
Typische Beispiele für die stoffliche Nutzung von Biomasse sind Holz- und Pflanzenfasern, weniger bekannt ist, dass sich auch aus Stärke und Fetten sinnvolle Produkte herstellen lassen, biologisch abbaubare Werkstoffe etwa, die sich wie petrochemische Kunststoffe verarbeiten lassen, oder Schmierstoffe, die mittlerweile auch höchsten Ansprüchen genügen und sich in der Umwelt schnell zersetzen.



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